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Heiße Temperaturen, neues Regelwerk und Rudi Pöschl als Herr der Lage

22. Juni 2012

Das Sommerenduro Oberhackstock in Lunz am See stand auf dem Programm und Mastermind Gerhard „Hacki“ Lechner hat für das Rennen einen komplett neuen Modus entwickelt, der ein wenig SixDays Flair mit Hardcore-Passagen und jeder Menge Fahrzeit für Jedermann zusammenmixt. Im Konkreten gab es 4 Stunden Sollzeit, in der insgesamt 9 Runden absolviert werden sollten und innerhalb jeder Runde gab es mit dem Jägersteig und Steilhang 2 knackige Varianten zu bestreiten, die bei Umfahrung jeweils 1min. Strafzeit einbrachten. Daneben musste auch noch mind. 3mal eine Sonderprüfung auf Zeit gefahren werden um das gesamte Reglement zu erfüllen. Nach den mittlerweile üblichen Stundenbolzereien mal ein erfrischend anderer Modus, der ein wenig an die Meisterschaftsrennen erinnert und neben der Gashand auch das Köpfchen ein wenig fordert.

Knackige Endurorunde mit Hardcore-Passagen als Zusatzpunkte plus Sonderprüfungen auf Zeit – das hört sich genau richtig an für die erfahrenen Piloten im österr. Endurolager – Rudi Pöschl, Markus Tischart, Willi Hirschmann und Co. standen auch schon bereit, dieses neue Rennen zu testen und bretterten in die Runde. Nach dem ersten Umlauf wurde dann Allen klar, dass die komplette Runde mit Jägersteig und Steilhang plus Sonderprüfung ans Eingemachte ging und es nicht einfach werden würde, alle 9 Runden innerhalb der 4 Stunden Sollzeit zu absolvieren. Wie auch anders zu erwarten, wenn der „Hacki“ zu einem Rennen ruft?

Unbeeindruckt von sämtlichen Hindernissen, Stauzonen, Sonderprüfungen und sonstigen Winkeln im Regelwerk schnitt ein Mann durchs Geläuf, der mit seinen ungezählten Rennteilnahmen jeden Modus im Griff hat und dessen Gashand sowieso immer auf Anschlag liegt. Lang, schnell und schwer bewaffnet mit Husaberg FE570 vom Rameis Racing Team kann es nur der Tiroler Rudi Pöschl sein, der die tiefsten Furchen zog und sich am Ende des Tages die Siegtrophäe abholte. Hinter Pöschl meistern Markus Tischart und Willi Hirschmann die Aufgaben am Besten und stellen sich ebenfalls aufs Podium der Klasse E3. Diese 3 Fahrer sind dann auch die Einzigen, die ohne Strafzeiten die 9 Runden abspulen.

Statement Rudi Pöschl:
Der „Hacki“ hat hier ein super Rennen auf die Beine gestellt und mit dem neuen Modus ist auch immer Abwechslung drin mit Sonderprüfung und den zwei extra Passagen. Am Anfang dachte man 9 Runden in 4 Stunden – eh locker, aber das hat dann gleich mal anders ausgeschaut und man musste immer am Ball bleiben. Die heißen Temperaturen trugen auch einiges am Schwierigkeitsgrad bei, anderer-seits hätte es geregnet, dann weißt eh….!!! Insgesamt konnte ich mir das Rennen gut einteilen, Jägersteig und Steilhang waren knackig und mit den Zeiten in der Sonderprüfung bin ich sehr zufrieden. Ein rundum gelungenes Debut für diesen Modus würde ich sagen und weiter so in diese Richtung…

Text: Bernhard Walch
Fotos: Günter Tod/sportpixel.eu